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Japantag 2012

Es war mal wieder soweit, der alljährliche Japantag in Düsseldorf stand an (bereits zum 11. mal!). Aufmerksam darauf gemacht wurde ich von einem Arbeitskollegen. Dieses Jahr hatte ich dann auch mal Zeit. Also nichts wie hin! Denn das Fest sucht seines Gleichen. Seit 2002 finde es statt und zieht bis zu einer Millionen Besucher an.

Schon in Köln wusste man in welche Züge man steigen musste, denn schon hier sah man viele Fans der japanischen (Pop-)Kultur. So setzte ich mich dann auch gegen 12 Uhr in einen Zug Richtung Düsseldorf (Meine kölner Freunde mögen mir verzeihen!). In Düsseldorf verdichtete sich dann die Spur zum Japantag. Dieser war am Rheinufer angesiedelt. Man musste jetzt nur noch dem ständigen Menschenstrom folgen. Dieser zog sich wirklich konstant vom Hauptbahnhof bis zu den ungefähr 15-30 Minuten entfernten Rheinufer-Terrassen. Auf dem Weg hier hin machten sich bereits zwei Trends bemerkbar: Zum einen waren wirklich sehr viele Cosplayer unterwegs und zum anderen fast genauso viele Menschen mit „Free Hugs“-Schilder. Als ob es in Japan nichts anderes als Cosplay geben würde ;-) .

Ich kam ungefähr in der Mitte des Japantag-Geländes an. Rechts sah es irgendwie nicht nach sehr viel aus, also bog ich links ab. Ein kleiner Fehler wie ich später merken sollte. Auf der Linken gab es nun einige „pseudo“-Kultur-Stände. Einmal der der Präfektur Chiba und dann noch ein Buchstand. Dann ging es jedoch gnadenlos in Mange, Figuren, Anime-Kommerz-Stände über. Alles was das popkulturelle Herz des europäischen Otaku so erfreuen konnte, hier konnte man es auch kaufen. Ein wenig viel Kommerz und zu wenig Kultur wie ich fand. Ich konnte mich dem Kommerz dann doch recht gut erwehren, denn all zu nah kam nicht an die Stände. Denn es waren einfach zuviel Leute da. Echt viele! Um jeden Stand gab es dicke Trauben von Menschen. So wurde ich effektiv davor bewahrt Geld auszugeben, denn entgegen meiner Erwartungen nahmen die an den Ständen auch EC und Kreditkarten an. Und es ist Monatsanfang. Also Gelegenheit, Wille und Geld waren vorhanden. Da bin ich noch mal gut aus der Geldfalle rausgekommen!

Neben den Ständen konnte man aber noch auf den Wiesen vor den Terrassen entspannen. Hier bot sich auch ein kleines Stelldichein der Cosplayer. Hier konnte man sich auch in grösseren Gruppen treffen und entspannt Fotos machen und dazu stimmte dann auch noch der Hintergrund. Denn das restliche Gelände war wirklich hoffnungslos mit Menschen überfüllt. Und es kamen immer noch mehr menschen. Auch immer mehr Menschen mit „Free Hugs“ Schildern. Fand man es zuerst noch lustig, war es nach einer Weile nur noch lästig. Man hatte echt das Gefühl, das jeder 2. so ein Schild hatte. Man wurde quasi angeschrien: „UMARME MICH!!!!“. Als Konter fürs nächste Mal werde ich mit einen Baseball-Schläger mit der Aufschrift „Free Hug!“ kaufen.

Als ich dann einmal alle Stände „in Ruhe“ durch hatte, viel mir auf das es auf der rechten Seite ja doch noch weiter ging. Hier waren nun die ganzen richtigen Kultur-Stände und eine große Show-Bühne. Der WDR baute auch schon überall Sendestationen auf. Man plante wohl etwas grösseres. Aber auch hier konnte man sich vor Menschen kaum retten. Aber es war nun mal ein bomben Wetter, da kann man es den Menschen ja kaum verübeln wenn sie mal vor die Tür gehen. Hier waren dann Stände wie Origami-Falten oder Blumenstecken und Kimono-Anprobe vertreten. Doch nach mehrere Stunden in diesem Meer aus Menschen und bei der prallen Sonne hatte ich dann doch langsam genug. Also wurde es Zeit für dir Rückfahrt.

Auf meinen Rückweg zum Hauptbahnhof sah ich immer noch mehr Menschen in Richtung Rheinufer laufen. Der Strom an Besuchern brauch über Stunden nicht ab. Ich fragte mich da dann doch „wo sollen die denn noch alle hin?“. Denn das Gelände war schon gut voll.

FAZIT: Super Wetter, Sehr viele interessante und auch nett Menschen. Für meinen Geschmack aber ein wenig zu viele Menschen. Das Rheinufer in Düsseldorf ist ein echt guter Platz für ein solches Event. Nächstes Jahr muss ich mir mal mehr Zeit und Freunde mitnehmen. Also ich werden wieder mit dabei sein! Im Anschluss kann man dann noch super z.B. im Okinii essen gehen.

UND: Ich bin nicht mal dazu gekommen ein Alt Bier zu trinken! Dafür aber Ramune. Japanische Sprite++ ;-) . Das sind diese tollen kleinen Erfrischungsgetränke mit der Glaskugel im Verschluss. Schmeckt fast wie Sprite bloß viiiiiiiieeeel süßer. Ich glaub mehr als Zucker und Wasser ist das nicht.

UND UND: Läuft man so nichts ahnend in der Gegend rum, trifft man auf einmal unerwarteter Weise Menschen die man kennt. So traff ich zufälligerweise Anne und ihre Kamera. Sie war hier zum fotografieren, überraschend oder? :D . Und sobald die Fotos von ihr Online sind, werden hier auch ein oder zwei davon auftauchen. Aber da sieht man mal wieder, egal wo man hingeht, man findet immer wieder Freunde. Entweder neue oder liebe alte Freunde!

Bilder :

Bild 1-6 freundlicher Weise von Anne zur Verfügung gestellt – ikiru.de

Bilder: Logo © Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH

Galerie: 1-6 sind von Anne (ikiru.de) …Rest sind von mir  (Lizenz: WTFPL)