Diablo 3 Beta-Wochenende

Das Beta-Wochenende ist ja nun schon eine Weile her, aber ich wollte dennoch mal was drüber schreiben.

Das Wochenende begann damit, und wie sollte es auch anders sein, das sich kaum jemand einloggen konnte. Die Server waren dem Ansturm einfach nicht gewachsen und mussten dann neugestartet und die Spieleranzahl limitiert werden. Auch der Rest des battle.net war davon beeinflusst. Die Account-Seite kaum aufrufbar.

Nach wenigen Stunden konnte man sich dann aber auch einloggen und der „Regelbetrieb“ wurde aufgenommen. Ich erstellte mir dann zuerst eine  Barbaren, da es keinen Paladin gab und die anderen Charaktere mich nicht so recht überzeugten. Diesmal sogar einen männlichen Charaktere, wo ich sonst eigentlich immer nur weibliche spiele. Aber ein vor Kraft strotzender, bärtiger, grimmiger Barbar musste einfach männlich sein. Sorry für die Stereotypen und Klischees. Im Spiel angekommen ging es dann auch gleich los und die ersten Zombie stürmten auf einen los. Diese konnte man aber mit Leichtigkeit nieder machen, was sich im Verlauf leider nicht all zu sehr ändern würde. Die Geschichte und die Synchronisation der NPCs war aber sehr gut. Man hat sich sofort gefesselt gefühlt, vor allen als man seinen alten Bekannten Deckard Cain wieder traf. Die Beta führte einen dann durch diverse Dungeons bis hin zum Skeleton King. Dieser war der letzte Boss-Mob den es zu besiegen galt.

Alles in allen eine gute Geschichte, eine gute Beta aber kein wirklich gutes Spiel. Was mich allgemein störte war, das es viel zu einfach vom Schwierigkeitsgrad war. Wir haben zu dritt gespielt und eigentlich sind alle immer nur einzeln herumgelaufen, damit man auch mal ein paar Gegner abbekommt, die nicht gleich zusammenbrechen, nur weil drei Helden vor ihnen stehen. Mein Barbar kam mir auch ein wenig langsam vor, so dachte ich oft wie Obelix:“Ich will auch einen, lasst mir auch einen übrig!!!“. Man kam auch nie wirklich in die Bedrängnis zu sterben oder mal eine seiner zig Health Potions zu nutzen. Selbst beim Skeleton King stand man einfach nur da und hat drauf gehauen. Was mich zu einen weiteren Punkt führt. Das Skillsystem ist viel zu simple. Viel zu wenig Variation in seinen Angriffen, man kann drauf hauen und man kann stärker drauf hauen. Auch die Charakterentwicklung ist nicht vorhanden, da man seinen Charakter nicht Skillen muss. Keine Levelpunkte, kein gar nichts. Die Skills bekommt man auch nach und nach automatisch.  Und auch nicht mehr als ein dutzend. Naja, man kann sie noch ein wenig durch Runen verstärken, die man auch automatisch bekommt. Aber einen klassischen Skilltree gibt es nicht. Das sei wohl alles zu kompliziert für den Gamer von heute…

Von dem allem war ich dann auch recht enttäuscht, ein Freund von mir machte dazu den passenden Vergleich: „Das ist auch nicht aufregender und komplizierter als Moorhuhn!“. Die Atmosphäre ist Super, die Geschichte auch, selbst die Grafik, aber das gesamte Gameplay ist mal voll für die Tonne. Hätte ich Diablo3 nicht schon automatisch durch den WoW-Jahrespass, ich würde es mir nach der Beta ein wenig überlegen zu kaufen. Keine frage, es ist Diablo, aber mit der Schwierigkeit von Moorhuhn…